Kommunalwahl 2026 in Bassum: SPD gewinnt Stimmen, verliert aber relativ – eine kritische Bilanz
Bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 hat die SPD in Bassum ein gemischtes Ergebnis erzielt. Während die Partei absolut Stimmen hinzugewinnen konnte, verlor sie prozentual an Unterstützung und damit auch einen Sitz im Stadtrat.
Stadtratswahl: Mehr Stimmen, aber weniger Prozent
Die SPD erreichte 5.396 Stimmen (20,60 %) und damit 6 Sitze im Stadtrat. Im Vergleich zu den vorherigen Wahlen zeigt sich ein kontinuierlicher Anstieg der absoluten Stimmenzahl:
- 2016: 4.331 Stimmen (20,00 %)
- 2021: 5.175 Stimmen (22,88 %)
- 2026: 5.396 Stimmen (20,60 %)
Trotz des Stimmenzuwachses von über 200 Stimmen im Vergleich zu 2021 verlor die SPD 2,28 Prozentpunkte und damit einen Sitz. Der Grund: Andere Parteien und Wählergemeinschaften, darunter die neu angetretene AfD sowie eine neue Wählergemeinschaft und ein Einzelbewerber, konnten stärker zulegen.
Bürgermeisterwahl: Helma Schöpe auf Platz 3
In der Bürgermeisterwahl erreichte die SPD-Kandidatin Helma Schöpe 17,88 % der Stimmen und landete damit auf Platz 3 hinter Julian Zurmühlen (CDU) und Claus Marx (unabhängig). Obwohl sie die Stichwahl verfehlte, unterstreicht das Ergebnis die kontinuierliche Präsenz der SPD in der Bassumer Kommunalpolitik.
Neue Fraktion für die Legislaturperiode
Die SPD-Fraktion im Stadtrat wird in den kommenden Jahren aus folgenden Mitgliedern bestehen:
- Helma Schöpe
- Dr. Christoph Lanzendörfer
- Prof. Dr. Claudia Kemper
- Bärbel Ehrich
- Nordine Harimech-Babic
- Jonathan Kolschen
Einordnung: Erfolg und Herausforderung
Die SPD in Bassum hat trotz bundesweit schwieriger Umfragewerte absolute Stimmen hinzugewonnen. Gleichzeitig zeigt der prozentuale Rückgang, dass die Partei in einem veränderten politischen Umfeld agiert, in dem neue Akteure um Wählerstimmen konkurrieren. Die Stabilität der SPD als eine der prägenden Kräfte in Bassum bleibt jedoch unbestritten.