Die Woche in Bassum, 26.11. - 2.12.2012

Die Woche in Bassum, liebe Leserin und lieber Leser,

sah immer noch den Schwerpunkt in der Haushaltsdebatte.
Der Landkreis wird nach einem fraktionsübergreifenden Antrag von CDU, SPD und Grünen die Kreisumlage noch einmal senken, das wird für Bassum eine Ersparnis von knapp € 100.000 ausmachen. Wir möchten zumindest einen Teil dieses Geldes in die Inklusion stecken, es dort einsetzen, wo wir spezielle Notwendigkeiten haben werden. Das heißt: voraussichtlich werden wir es im Jahre 2013 gar nicht ausgeben müssen.

Die Diskussion um ein generelles Angebot zur Inklusion an allen Grundschulen bereits jetzt und nicht erst 2018 oder um eine “Schwerpunktschule“, die alle zu inkludierenden Kinder aufzunehmen hätte, ist beendet. Es wird so sein, dass individuell für jedes Kind die Schule, die dieses Kind aufnehmen wird, den entsprechenden Bedarf meldet und für die Maßnahmen auch verantwortlich ist. Wir werden also keine “Schwerpunktschule“ haben.

Auch für unsere Vision hat der Verwaltungsausschuss die entsprechenden Fragenkomplexe beschlossen. Es kann also endlich, nach elf Monaten der Diskussion, losgehen!

Hartmut Zehrer hat uns den Link zu einem erschreckenden Film geschickt. Es geht um einen sog. Bio-Bauern aus Bassum, dessen Hühner katastrophal gehalten werden. Diesen ARD-Beitrag aber bitte mit Vorsicht ansehen, es sind sehr unschöne Bilder, die zeigen, was Menschen Tieren antun:

http://www.ardmediathek.de/das-erste/fakt/schockierende-aufnahmen-aus-biostaellen?documentId=12591290

Erschreckend: Der Landkreis kennt diese Zustände, fand aber nur das “Federkleid“ der Tiere ungewöhnlich. Wir fragen: Liegt das Einschreiten in diese Tierquälerei nicht im Aufgabenfeld des Landkreises und des Veterinäramtes? Das wäre ein Skandal!
Uns bleibt weiterhin, diese Billighähnchenbrätereien konsequent zu meiden. Auch der Name des Hauptsponsors von Werder Bremen ist im Zusammenhang mit den skandalösen Zuständen wieder einmal erwähnt, auch hierfür gilt unsere Vermeidungshaltung. Noch einmal: Dies sind Bilder aus Bassum!

Der Verwaltungsausschuss der Stadt hat sich für eine Sozialpädagogin ausgesprochen. Aus einer Reihe sehr guter Bewerberinnen hat der VA eine Dreierliste erstellt, aus der eine Bewerberin uns nun im Jugendhaus helfen wird.
Der neuen Mitarbeiterin: Herzlich willkommen bei uns!

Dr. Claudia Kemper, Ortsvereinsvorsitzende
Dr. Christoph Lanzendörfer, Fraktionsvorsitzender

Die Woche in Bassum 05. – 11.11.2012

Die Woche in Bassum, liebe Leserin und lieber Leser,

begann mit einer Sitzung des Stadtrats. Zu Beginn und am Ende einer jeden Sitzung gibt es einen Punkt „EinwohnerInnenfragestunde“. Die hatte ursprünglich einmal den Sinn, direkt Auskünfte zu bestimmten kommunalpolitischen Angelegenheiten zu bekommen, also sozusagen auf dem „kleinen Dienstweg“. Mit der Diskussion zu unserer Vision hat sich das Bild aber gewandelt: Mit bis zu 17 Fragen beschäftigt eine bekannte Fragerin Verwaltung und Rat. Es ist doch klar, dass auf in Interessentenkreisen wohl formulierte Fragen nicht sofort eine Antwort gegeben werden kann. Und ein Mindestmaß an Informiertheit sollten auch Frager für sich in Anspruch nehmen: Wenn einer der Sprecher der „Elterninitiative Petermoor“ noch nicht einmal weiß, wen er überhaupt fragen will und seine als Frage getarnten Anwürfe an „Herrn Möhlenkamp“ richtet, so ist das schon für den Fragesteller mehr als nur peinlich. Die CDU-Ratskollegin Heimke Möhlenhof nahm es gelassen.

Auch auf der letzten Ratssitzung gab es wieder eine solche Peinlichkeit: Da fragte ein als „energiepolitische Berater“ der Grünen bekannte Einwohner auch eine Liste von acht Fragen ab, garniert von vollständiger Unbelecktheit, was die Anstalt des öffentlichen Rechts „GeestEnergie“ betraf. In einer seiner Fragen unterstellte er ein „Scheitern der AöR“: Schon der normal interessierte Zeitungsleser weiß jedoch, worum es ging: Mitten im Bieterverfahren und schon in den Anhörungen wurde die Gesetzesgrundlage erheblich zu Lasten der Kommunen geändert. Um nicht in die Gefahr von Millionen-Verlusten zu kommen, wurde das Verfahren beendet und als notwendige Folge davon die GeestEnergie aufgelöst. Damit ist aber „niemand“ gescheitert, für Kommunen hat sich nur die Ausgangslage erheblich verschlechtert.

Am 9. November standen wir wie seit über 20 Jahren zum Gedenken an die Reichspogromnacht am Standort der alten Synagoge in Bassum. Sollten wir Bassumer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten die einzigen sein, die dieses Tages gedenken?

Zum SPD-Landesparteitag am 10. November fuhren zwei Bassumer: Luzia Moldenhauer und Nikolas Lanzendörfer waren zwei der drei Delegierte des Unterbezirks Diepholz. Sie konnten eine gute Stimmung mitnehmen nach Hause.
Und die wünschen wir Ihnen auch für die kommende Woche in Bassum!

Dr. Claudia Kemper, Ortsvereinsvorsitzende
Dr. Christoph Lanzendörfer, Fraktionsvorsitzender