Neujahr 2026

Eigentlich ist es in jedem neuen Jahr so: Wir wünschen uns gegenseitig alles Gute, wir wünschen allen Gesundheit und Wohlergehen.

Das gilt natürlich auch für dieses Jahr. Für manche ändert sich vielleicht sehr viel: Berufseinstieg oder auch -ausstieg, vielleicht ein Umzug oder familiäre Veränderungen wie geplante Hochzeit oder bereits abzusehende Geburt: Für alles und für alle wünschen wir ein frohes neues 2026!

Politisch werden wir in diesem Jahr im September sowohl einen neuen Stadtrat als auch eine neue Bürgermeisterin oder einen neuen Bürgermeister wählen. Wir hoffen vor allem auf eine hohe Beteiligung an diesen Abstimmungen, denn wir wählen die Repräsentanz für die Bevölkerung, den Stadtrat. Und je höher die Wahlbeteiligung ist, desto weniger Anteil werden erfahrungsgemäß die Radikalen, die Miesmacher und an wirklicher politischer Arbeit Uninteressierte haben.

Etwas anderes fiel uns in diesem Jahr auch deutlich auf: Geschätzt 20% mehr wurden 2025 als 2024 für Böllerei ausgegeben, es gab wieder Tote, Verstümmelte und anders Schwerverletzte. Wer zum Jahreswechsel über die Dächer der Stadt schaute, sah Wolken von Staub und Kleinmaterialien. Schon Tage vorher zitterten die Haustiere Bassums wegen der Knallerei. Und am Neujahrstag warteten die Müllhalden der abgebrannten Böller, dass irgendjemand sie aufräumte. Nur nicht die Knaller selbst. Mittlerweile hatte schon der Neujahrssturm sehr viel herumgewirbelt.

Muss das eigentlich so sein?
Nein, natürlich nicht. Es gibt Möglichkeit, Einschränkungen zu ermöglichen oder gar Bassum zur böllerfreien Zone zu erklären. Die „1. Verordnung zum Sprengstoffgesetz“ (was es alles gibt in Deutschland!) bietet in den §§ 23 und 24 die Möglichkeit dazu.

Bei allem Verständnis dafür, dass manche Menschen unbedingt ihre privaten bösen Geister durch eine private Böllerei vertreiben wollen (das ist ja der Sinn der Knallerei), sollten wir es nicht einmal anders probieren? Eine zentrale Veranstaltung an einem großen Gebiet (etwa wie das Freibad), auf der man Würstchen und Glühwein verzehren, sich mit Freunden treffen kann, und auf der es ein zentrales Feuerwerk gibt, und wer dann noch seine eigenen bösen Geister zusätzlich vertreiben will, kann mitknallen.

Ist das nicht mal eine Überlegung wert? Und ersparte uns das nicht Kosten, die die Allgemeinheit zu tragen hat, für die Überreste der eigenen Böllerei?