Schlägt die Arbeit auf die Seele?

Foto: SPD-MV, Foto: Moldenhauer
 
 

Auf der öffentlichen Mitgliederversammlung des Ortsvereins in der Sportarena informierte die Gesundheitswissenschaftlerin Dr. Claudia Kemper über das Burn-out-Syndrom. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass auch die Anwesenden Erfahrungen mit hoher Stressbelastung erlebt haben. Sie schilderten ihre Erlebnisse und tauschten sich über die Möglichkeiten des Umgangs damit aus.

Hier die wichtigsten Informationen aus dem Vortrag:

Foto: SPD-MV, Foto: Moldenhauer
 

Die Zahlen sind alarmierend: Die Anzahl der Krankheitstage wegen psychischer Erkrankungen nimmt jährlich zu. Bei den Diagnosegruppen, die zur Frühberentung führen, stehen psychische Störungen auf Platz eins. Ein Grund dafür sind steigende Belastungen und Anforderungen am Arbeitsplatz. Arbeitshetze, Arbeitsverdichtung, Dauerverfügbarkeit und prekäre Arbeitsverhältnisse sind nur einige Schlagworte, die ein arbeitsbedingtes Erschöpfungssyndrom (Burn-Out) hervorrufen können. Das zugrunde liegende Gefühl von Stress führt zu psychischen (z.B. Depression, Sucht oder Schlafstörungen) und physischen Folgeerkrankungen (z.B. Kopf- und Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen).

Den arbeitsbedingten Stressoren gilt es auf individueller Ebene Ressourcen gegenüberzustellen, die stressbedingte Krankheitsrisiken mindern und die eigene Bewältigungskompetenz stärken. Dies kann der familiäre Rückhalt, ein starkes Selbstwertgefühl oder auch eine gesunde Lebensführung sein. Wer unter einem Burn-out leidet, sollte unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Um es erst gar nicht soweit kommen zu lassen, kann man z.B. folgendes berücksichtigen:

• Bei der Arbeit auch an sich denken
• Perfektionismus ade ...
• Nein sagen – zu sich und anderen
• Überhöhte Erwartungen zurückschrauben
• Mit anderen sprechen – sich nicht zurückziehen
• Für Entspannung und Ablenkung sorgen
• Ein gesünderes "bewegtes" Leben führen

(zusammengestellt von Dr. Claudia Kemper)

 

 
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